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Artikel · Freitag, 18. September 2026

HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing

Die drei wichtigsten Stories, die HR und Arbeitswelt heute prägen, geschrieben für jemanden, der bereits in der Branche arbeitet: Regulierung, M&A, neue Marktteilnehmer, wichtige Filings und Präzedenzfälle. Fachpublikation (z.B. Fachpresse, Behördenquelle, Gerichtsakten) direkt zitieren, damit ich nachrecherchieren kann.

Von Marius BongartsBusiness82 Ausgaben
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HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing
Freitag, 18. September 2026
HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing

Britisches Arbeitsrecht reformiert – Arbeitgeber unter Druck

1 Min. Lesezeit

Employment Rights Act 2025: Oktober-Reformen

Großbritannien reformiert sein Arbeitsrecht grundlegend – und zieht Arbeitgeber zur Kasse.

Die Employment Rights Act 2025 bringt ab Oktober 2026 massive Änderungen: erweiterte Gewerkschaftsrechte, Balloting elektronisch seit August, neue Pflichten zur Prävention sexueller Belästigung und potenzielle Arbeitgeberhaftung für Belästigung durch Dritte [Quelle: Littler]. Parallel sinkt ab 1. Oktober die Frist für Tribunal-Ansprüche, ab Januar 2027 verkürzt sich die Qualifying Period für Unfair Dismissal auf sechs Monate, und die Schadensersatzobergrenze fällt weg.

Das macht Compliance zum strategischen Thema – und teuer.

Gerichtsurteil schärft Pflichten bei Behinderungen

Arbeitsgerichte werfen Arbeitgebern künftig ein höheres Wissen unterstellen.

Das Urteil Cunningham v British Broadcasting Corporation dreht die Beweislast: Gerichte gehen jetzt davon aus, dass Arbeitgeber Behinderungen hätten kennen müssen, wenn Anhaltspunkte vorlagen – auch ohne explizite Diagnose [Quelle: Womble Bond Dickinson]. Die Pflicht zur Reasonable Adjustment wird damit zur Proaktiv-Pflicht: Personalverantwortliche müssen Signale lesen und agieren, bevor ein Arbeitnehmer seine Behinderung formal offenlegt.

Dokumentation und Risikomanagement sind jetzt Schutz.

M&A: Cohere und Aleph Alpha fusionieren zu souveräner KI-Plattform

Europas KI-Industrie konsolidiert sich – mit staatlicher Kontrolle im Design.

Cohere und Aleph Alpha vereinigen sich zu einer grenzüberschreitenden Plattform mit Sitzen in Berlin und Toronto, Forschung in Heidelberg, über 1.000 Mitarbeitern [Quelle: Intenture]. Die Transaktion sitzt auf Governance-Strukturen und Aufsichtsmechanismen, die der EU wie Kanada Kontrollrechte sichern – Datenhoheit über Stackit, Schwarz Gruppe. Noerr koordinierte die Beratung; Vollzug steht unter Behördenvorbehalt.

Ein Muster für künftige europäische Tech-M&A unter regulatorischem Auge.

Quellen
What's new in employment law: September 2026
What's new in employment law: September 2026
5 hours ago ... The main changes are: electronic and workplace balloting for statutory trade union ballots took effect on 25 August; the increase in time limits for bringing ET ...
womblebonddickinson.com
KI-Zusammenfassung

Die Employment Rights Act 2025 führt bedeutende regulatorische Änderungen durch: Electronic und Workplace Balloting für Gewerkschaftsabstimmungen traten am 25. August in Kraft, Fristen für Employment Tribunal Claims werden ab 1. Oktober verlängert, und die meisten weiteren Maßnahmen (Gewerkschaftsrechte, Änderungen des Harassment Law) folgen am 30. Oktober. Die Qualifying Period für Unfair Dismissal Ansprüche verkürzt sich zum 1. Januar 2027 auf sechs Monate, und die Statutory Cap auf Schadensersatz wird aufgehoben. Regulierungen zu Tipping Law verschieben sich bis Ende 2026. Parallel läuft eine Konsultation zu Equal Pay Reforms und Maßnahmen gegen Race- und Disability Pay Discrimination, die am 27. Oktober endet. Ein wichtiger Präzedenzfall (Cunningham v British Broadcasting Corporation) verdeutlicht erhöhte Arbeitgeberverpflichtungen: Arbeitsgerichte müssen nun davon ausgehen, dass Arbeitgeber Behinderungen hätten kennen sollten, wenn Hinweise vorliegen, auch ohne explizite Diagnose. Der Fall schärft die Duty to Make Reasonable Adjustments.

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October 2026 Changes Under the UK Employment Rights Act 2025
8 hours ago ... We know labor and employment law—it's all we do. Littler's insights provide up-to-date news on regulatory changes and legislative developments that impact ...
littler.com
KI-Zusammenfassung

Im Oktober 2026 treten bedeutende Reformen des britischen Employment Rights Act 2025 (ERA 2025) in Kraft. Die Änderungen umfassen umfangreiche gewerkschaftliche Bestimmungen, erweiterte Pflichten für Arbeitgeber zur Prävention sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sowie potenzielle Haftung für Belästigung durch Dritte. Der Artikel bietet einen aktualisierten Überblick über diese kommenden arbeitsrechtlichen Regulierungsänderungen für Arbeitgeber im Vereinigten Königreich.

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Noerr steuert das transatlantische KI-Bündnis von Cohere und ...
Noerr steuert das transatlantische KI-Bündnis von Cohere und ...
10 hours ago ... Für Noerr verknüpft sich damit ein klassisches M&A-Mandat mit einem Vorhaben ... Rechtsanwalt Arbeitsrecht (M/W/D). Düsseldorf. Steuerexperte ...
intenture-news.com
KI-Zusammenfassung

Cohere und Aleph Alpha fusionieren zu einer grenzüberschreitenden, staatlich kontrollierbaren KI-Plattform unter dem Namen Cohere. Die Kanzlei Noerr beriet die Schwarz Corporate Solutions bei der bindenden Vereinbarung sowie parallel bei der Aushandlung der Zusammenarbeit zwischen Schwarz Digits und Cohere; federführend waren die M&A-Partner Maurice Séché und Gerald Reger. Der fusionierte Konzern wird über Hauptsitze in Berlin und Toronto sowie einen Forschungsstandort in Heidelberg verfügen und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter. Die Transaktion ist mit umfangreichen Governance-Strukturen, Schutzklauseln und Aufsichtsmechanismen ausgestaltet, um sowohl der europäischen als auch der kanadischen Seite Kontrollmöglichkeiten zu sichern und die Einhaltung beider Rechtsordnungen zu gewährleisten. Die KI-Anwendungen werden über den souveränen Cloud-Dienst Stackit der Schwarz Gruppe ausgeliefert. Der Vollzug steht noch unter Genehmigungsvorbehalt der Behörden.

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Über Nacht zusammengestellt von MorningMail.aiZugestellt um 19:50