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Artikel · Dienstag, 8. September 2026

HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing

Die drei wichtigsten Stories, die HR und Arbeitswelt heute prägen, geschrieben für jemanden, der bereits in der Branche arbeitet: Regulierung, M&A, neue Marktteilnehmer, wichtige Filings und Präzedenzfälle. Fachpublikation (z.B. Fachpresse, Behördenquelle, Gerichtsakten) direkt zitieren, damit ich nachrecherchieren kann.

Von Marius BongartsBusiness82 Ausgaben
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HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing
Dienstag, 8. September 2026
HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing

Arbeitsrecht: Befristungen flexibler, Fachkräftelücke wächst auf 723.000

1 Min. Lesezeit

Arbeitsrechtsreform: Befristungen

Die Bundesregierung lockert die Befristungsregeln erheblich.

Sachgrundlose Befristungen für bis Ende 2030 eingestellte Arbeitnehmer sollen künftig bis zu 48 Monate mit bis zu sechs Verlängerungen möglich sein – das ist ein deutlicher Schritt zu mehr Flexibilität für Arbeitgeber [Quelle: Handwerksblatt]. Zusätzlich entfallen telefonische Krankschreibungen ab sofort; Ärzte müssen Bescheinigungen ab dem ersten Krankheitstag ausstellen. Hochverdiener mit über 1,75-facher Beitragsbemessungsgrenze können künftig einvernehmliche Auflösungen mit steuerlich begünstigten Abfindungen wählen.

HR-Teams sollten ihre Muster für befristete Verträge und Krankmeldungsregelungen sofort überprüfen.

Fachkräftemangel bis 2029

Die Fachkräftelücke wird um 47 Prozent wachsen.

Laut Institut der deutschen Wirtschaft wird die Zahl fehlender Fachkräfte von heute auf insgesamt 723.000 bis 2029 anwachsen, meldet eine aktuelle Studie [Quelle: Arbeit & Arbeitsrecht]. Die größten Engpässe entstehen in Verkauf (39.000), Kraftfahrzeugtechnik (15.900), Elektrotechnik (13.800) und Mechatronik (13.600). Der demografische Wandel und sinkende EU-Zuwanderung verschärfen den Mangel – schnelle Abhilfe ist unrealistisch.

Unternehmen ohne Qualifizierungs- und Recruitingstrategie verlieren Marktanteile.

KI-Förderung: Jobumbau statt Abbau

Das BMAS fördert produktive KI-Projekte in Unternehmen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales vergibt Mittel für 25 Forschungseinrichtungen und nimmt bis 14. Oktober 2026 Bewerbungen für ein Förderprogramm zum "produktiven und beschäftigungsorientierten Einsatz von KI" an [Quelle: BMAS]. Zusätzlich beauftragt das Ministerium eine europaweite Studie zu Arbeitskräftepotenzialen durch Digitalisierung, mit Schwerpunkt auf KMU und inklusive Erwerbstätigkeit. Der Fokus liegt auf Weiterbildung und Jobumbau, nicht auf Massenabbau.

Betriebe sollten ihre Projekte bis zur Bewerbungsfrist einreichen.

Teil-AU ab 2028: Neue Zustimmungsregeln

Teilweise Krankschreibung kommt 2028 – mit neuem Zustimmungsrecht.

Ab 1. Januar 2028 können Erkrankte freiwillig mit 25, 50 oder 75 Prozent Arbeitszeit arbeiten, wenn Ärzte dies medizinisch vertreten und der Arbeitgeber zustimmt [Quelle: handwerk.com]. Das soll Krankheitstage bei Langzeiterkrankungen senken. Arbeitgeber erhalten neue Rechte und Pflichten in der Krankenfallenbearbeitung.

Handwerksbetriebe müssen ihre Prozesse bis 2028 neu gestalten.

Quellen
BMAS: Startseite der Internet-Plattform des Bundesministeriums für ...
BMAS: Startseite der Internet-Plattform des Bundesministeriums für ...
7 hours ago ... Arbeitsrecht. Aktuelles und Übersicht: Arbeitsrecht. Arbeitnehmerrechte ... Wir informieren über die Neuerungen, welche durch die Rentenreform 2025 ...
bmas.de
KI-Zusammenfassung

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert KI-Projekte in Unternehmen mit einem Förderprogramm zum "Produktiven und beschäftigungsorientierten Einsatz von KI in Wirtschaft und Arbeit". Bewerbungen sind bis zum 14. Oktober 2026 möglich. Zusätzlich vergibt das BMAS einen Forschungsauftrag zur europaweiten Untersuchung von Arbeitskräftepotenzialen durch Digitalisierung und KI, mit Schwerpunkt auf KMU und inklusive Teilhabe am Arbeitsleben. Das Ministerium betont, dass der KI-Einsatz auf "Jobumbau" statt Jobabbau ausgerichtet ist und will dafür Weiterbildung fördern und den Arbeitsmarkt stärken. In 25 Forschungseinrichtungen in Deutschland werden wissenschaftliche Projekte gefördert, um die Auswirkungen technischer Innovationen auf den künftigen Sozialstaat zu untersuchen.

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Fachkräftemangel: 2029 könnten 723.000 Arbeitskräfte fehlen
Fachkräftemangel: 2029 könnten 723.000 Arbeitskräfte fehlen
7 hours ago ... Die größte Fachkräftelücke klafft 2029 im Verkauf (Einzelhandelskaufleute u. ä.), wo gut 39.000 Fachkräfte fehlen. Die IW-Studie schreibt die Trends der Jahre ...
arbeit-und-arbeitsrecht.de
KI-Zusammenfassung

Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird die Fachkräftelücke in Deutschland bis 2029 um 47 Prozent wachsen – von aktuell auf insgesamt 723.000 fehlende Fachkräfte. Die größten Engpässe werden im Verkauf (39.000 fehlende Fachkräfte), in der Kraftfahrzeugtechnik (15.900), der elektrischen Betriebstechnik (13.800) und der Mechatronik (13.600) erwartet. Die Studie zeigt, dass der demografische Wandel und der Rückgang der Zuwanderung den Mangel verschärfen werden – schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht. IW-Experte Alexander Burstedde fordert kurzfristig höhere Arbeitsanreize und mehr qualifizierte Zuwanderung aus EU-Drittstaaten, um den strukturellen Trend zu bewältigen. Die Fortschreibung basiert auf Daten der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamts bis Ende 2024.

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Reformpaket: Das soll sich im Arbeitsrecht ändern - Handwerksblatt.de
Reformpaket: Das soll sich im Arbeitsrecht ändern - Handwerksblatt.de
7 hours ago ... Steuerliche Anreize für schnelle Jobwechsel. Abfindungen sollen steuerlich begünstigt werden, wenn Arbeitnehmer zeitnah eine neue Beschäftigung antreten. Der ...
handwerksblatt.de
KI-Zusammenfassung

Die Bundesregierung plant umfassende Arbeitsrechtsreformen im Rahmen des "Programms für Aufschwung und Beschäftigung", die den Unternehmensalltag erheblich verändern könnten. Sachgrundlose Befristungen sollen für bis Ende 2030 eingestellte Arbeitnehmer bis zu 48 Monate mit bis zu sechs Verlängerungen möglich werden, was Arbeitgebern deutlich mehr Flexibilität bietet. Hochverdiener mit Jahreseinkommen über dem 1,75-fachen der Beitragsbemessungsgrenze können künftig einvernehmliche Auflösungen mit Abfindungsoption wählen. Abfindungen werden steuerlich begünstigt, wenn Arbeitnehmer zeitnah eine neue Beschäftigung antreten. Telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen entfallen, Krankschreibungen müssen ab dem ersten Tag vorliegen, und Sanktionen bei missbräuchlicher Ausstellung werden verschärft. Die Regierung erhöht steuerliche Freigrenzen bei Sonn- und Feiertagszuschlägen auf bis zu 75 Euro Stundenlohn und prüft mit den Tarifparteien, wo Tarifverträge von gesetzlichen Vorgaben abweichen können. Weitere Pläne umfassen eine beschleunigte KI-Einführung unter Wahrung der Mitbestimmungsrechte sowie Maßnahmen gegen die Umgehung des deutschen Mitbestimmungsrechts durch Vorrats-SE-Gesellschaften. Fachanwalt Görzel vom Verband Deutscher Arbeitsrechtsverbände (vdaa) betont, dass Unternehmen ihre Muster für befristete Verträge, Krankmeldungsregelungen und Abfindungsstrategien neu bewerten sollten.

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Was mit der Teil-AU auf Arbeitgeber im Handwerk zukommt
Was mit der Teil-AU auf Arbeitgeber im Handwerk zukommt
9 hours ago ... ... Arbeitsrecht. „Für Arbeitgeber kann es die Personalplanung ... Bereiten Sie Ihre Arbeitszeiterfassung und Ihre Lohnabrechnung auf die neue Regelung vor.
handwerk.com
KI-Zusammenfassung

Die Bundesregierung führt ab dem 1. Januar 2028 eine teilweise Krankschreibung (Teil-AU) ein, um Krankheitstage bei Langzeiterkrankungen zu senken. Erkrankte Arbeitnehmer können dann freiwillig 25, 50 oder 75 Prozent ihrer Arbeitszeit leisten, sofern ein Arzt dies für medizinisch vertretbar hält und der Arbeitgeber zustimmt. Für Arbeitgeber im Handwerk bedeutet dies eine neue Regelung, die Zustimmungsrechte und Gestaltungsmöglichkeiten bei Langzeiterkrankungen mit sich bringt.

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Über Nacht zusammengestellt von MorningMail.aiZugestellt um 19:50