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Artikel · Sonntag, 16. August 2026

HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing

Die drei wichtigsten Stories, die HR und Arbeitswelt heute prägen, geschrieben für jemanden, der bereits in der Branche arbeitet: Regulierung, M&A, neue Marktteilnehmer, wichtige Filings und Präzedenzfälle. Fachpublikation (z.B. Fachpresse, Behördenquelle, Gerichtsakten) direkt zitieren, damit ich nachrecherchieren kann.

Von Marius BongartsBusiness37 Ausgaben
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HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing
Sonntag, 16. August 2026
HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing

Zeugnisentwürfe vollstreckbar, Altersrente pfändbar, Schwerbehinderung schützt stärker

1 Min. Lesezeit

Zeugnisentwürfe in Kündigungsvergleichen

Der Arbeitgeber muss Zeugnisentwürfe des Arbeitnehmers ausstellen – unter Bedingungen.

Das Bundesarbeitsgericht hat präzisiert, wann Zeugnisentwürfe in gerichtlich protokollierten Kündigungsvergleichen vollstreckbar sind [Quelle: Handwerksblatt]. Der Arbeitnehmer kann Vollstreckung verlangen, wenn der Entwurf konkrete Leistungs- und Verhaltensbeurteilungen oder eine ausformulierte Schlussformel enthält – vage Regelungen wie Notenstufen oder «wohlwollendes Zeugnis» reichen nicht. Der Arbeitgeber kann sich nur wehren, wenn er konkret darlegt, dass der Entwurf gegen Zeugniswahrheit oder Zeugnisklarheit verstößt (BAG, Beschluss 8 AZB 25/25, 7. Mai 2026).

HR-Vergleiche brauchen jetzt schärfere Zeugnis-Regelungen.

Altersrente unter Pfändung

Die gesetzliche Altersrente ist trotz Schutzgedanke pfändbar.

Ein Oberlandesgericht bestätigte, dass Altersrentner vollständig gepfändet werden können, sofern gesetzliche Freibeträge den notwendigen Lebensunterhalt schützen [Quelle: Gegen-Hartz.de]. Die Rente wird rechtlich wie Arbeitseinkommen behandelt – keine Privilegierung als Altersicherung. Das ändert Schuldner-Szenarien für HR und Lohnbuchhaltung, insbesondere bei älteren Belegschaften mit Lohnpfändungen.

Betriebliche Rentenbezüge gelten anders – Gestaltungsspielraum bleibt.

Schwerbehinderung: Integrationsamtkontrolle verschärft sich

Das Integrationsamt darf krankheitsbedingten Kündigungen nicht schnell zustimmen.

Ein neuer Beschluss verdeutlicht, dass bei schwerbehinderten oder gleichgestellten Arbeitnehmern das Integrationsamt eine vorschnelle Zustimmung zu krankheitsbedingten Kündigungen nicht erteilen darf [Quelle: Gegen-Hartz.de]. Das Gericht verlangt eine gründliche Prüfung alternativer Maßnahmen und Arbeitsplatzgestaltung. HR-Abteilungen sollten Kündigungsdokumente für diese Gruppe umfassender vorbereiten und dem Integrationsamt alle Schritte zur Reintegration nachweisen.

Formale Lücken bei Schwerbehinderung rächen sich teuer.

Quellen
Zeugnis: Der Ex-Mitarbeiter darf manchmal den Chef zur Unterschrift ...
Zeugnis: Der Ex-Mitarbeiter darf manchmal den Chef zur Unterschrift ...
2 hours ago ... Regelungen, die lediglich eine Notenstufe verlangen oder allgemeine ... Arbeitsrecht Miriam Siemen. "Arbeitnehmer erhalten ein reales Druckmittel ...
handwerksblatt.de
KI-Zusammenfassung

Das Bundesarbeitsgericht hat geklärt, dass in Kündigungsvergleichen gerichtlich protokollierte Entwurfsklauseln für Arbeitszeugnisse grundsätzlich vollstreckbar sind. Der Arbeitgeber muss einen vom Arbeitnehmer eingereichten konkreten Zeugnisentwurf ausstellen, wenn der Zeugnisinhalt anhand des Entwurfs leicht und sicher bestimmbar ist – dies erfordert jedoch klar geregelten Leistungs- und Verhaltensbeurteilungen oder eine ausformulierte Schlussformel. Vage Regelungen wie Notenstufen oder Formulierungen wie "wohlwollendes qualifiziertes Zeugnis" ohne weitere Konkretisierung sind nicht vollstreckbar. Der Arbeitgeber kann die Vollstreckung nur abwehren, wenn er konkret darlegt, dass der Entwurf gegen Zeugniswahrheit oder Zeugnisklarheit verstößt (Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 7. Mai 2026, Az. 8 AZB 25/25).

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Aktuelle Urteile zur Grundsicherung, Rente, Schwerbehinderung
Aktuelle Urteile zur Grundsicherung, Rente, Schwerbehinderung
2 hours ago ... Sie bestätigt, dass gesundheitliche Beschwerden bestehen und dass die Arbeit aus ärztlicher Sicht vorübergehend nicht möglich ist. Doch der Anspruch ...
gegen-hartz.de
KI-Zusammenfassung

Oberlandesgericht bestätigt in neuem Beschluss die vollständige Pfändung der gesetzlichen Altersrente. Das Gericht verdeutlicht, dass die Altersrente trotz ihrer Bedeutung als Altersicherung ähnlich wie Arbeitseinkommen gepfändet werden kann, wobei gesetzliche Freibeträge normalerweise den notwendigen Lebensunterhalt schützen sollen.

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Über Nacht zusammengestellt von MorningMail.aiZugestellt um 19:50