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Artikel · Sonntag, 5. Juli 2026

HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing

Die drei wichtigsten Stories, die HR und Arbeitswelt heute prägen, geschrieben für jemanden, der bereits in der Branche arbeitet: Regulierung, M&A, neue Marktteilnehmer, wichtige Filings und Präzedenzfälle. Fachpublikation (z.B. Fachpresse, Behördenquelle, Gerichtsakten) direkt zitieren, damit ich nachrecherchieren kann.

Von Marius BongartsBusiness3 Ausgaben
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HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing
Sonntag, 5. Juli 2026
HR und Arbeitswelt · Branchen-Briefing

Befristungsregeln gelockert, Krankmeldungen verschärft

1 Min. Lesezeit

Befristungsreform 2026/2027

Sachgrundlose Befristungen werden massiv ausgebaut.

Das Bundeskabinett hat ein umfassendes Reformpaket beschlossen, das sachgrundlose Befristungen bis Ende 2030 auf bis zu 48 Monate mit maximal sechs Verlängerungen erlaubt [Quelle: Ad-hoc-news]. Zum 1. Januar 2027 fällt das Schriftformerfordernis für Befristungsverträge weg — ein erheblicher Vereinfachungsschritt für Arbeitgeber. Das Paket umfasst zudem 33 weitere Maßnahmen in Kündigungsschutz und Arbeitszeit.

Für HR-Abteilungen beginnt die Vertragsanpassung jetzt.

Kündigungsschutz flexibilisiert

Höherverdiener verlieren Kündigungsschutz gegen Abfindung.

Ab 1. Januar 2027 können sich Arbeitnehmer mit einem Jahresgehalt von etwa 177.000 Euro aufwärts durch Abfindung aus dem Kündigungsschutz freikaufen [Quelle: Ad-hoc-news]. Dies deutet auf eine Zweiteilung des Arbeitsmarkts hin — Flexibilität für Executives, während Standardarbeitnehmer unter stärkerer Kontrolle stehen. Die Maßnahme zielt darauf ab, Unternehmen bei der Reorganisation zu entlasten.

Die Verhandlung mit Betriebsräten wird zum entscheidenden Faktor.

Ärztliche Atteste ab Tag eins

Telefonische Krankschreibungen werden abgeschafft.

Ab dem 1. Januar 2027 entfallen digitale Telefonkrankschreibungen; ärztliche Atteste werden bereits ab dem ersten Krankheitstag verlangt [Quelle: Ad-hoc-news]. Dies bedeutet eine deutliche Verschärfung der Krankmeldungspraxis und zusätzliche Arztlasten. HR-Teams müssen Prozesse für die Attest-Verwaltung anpassen und Compliance-Kontrollen verstärken.

Betriebliches Krankenmanagement wird operativ aufwendiger.

Quellen
34 Maßnahmen für Befristungen und Kündigungsschutz
34 Maßnahmen für Befristungen und Kündigungsschutz
19 hours ago ... Arbeitsrecht-Reform: 34 Maßnahmen für Befristungen und Kündigungsschutz ... Sonntagsarbeit und Minijobs: Neue Regelungen. Ab dem 1. Januar 2027 werden ...
ad-hoc-news.de
KI-Zusammenfassung

Die Bundesregierung hat ein umfassendes Arbeitsrechtreformpaket beschlossen, das tiefgreifende Änderungen bei Befristungen, Kündigungsschutz und Krankmeldungen vorsieht. Sachgrundlose Befristungen sind künftig für bis zu 48 Monate mit bis zu sechs Verlängerungen zulässig (befristet bis Ende 2030), und zum 1. Januar 2027 entfällt das Schriftformerfordernis bei Befristungen. Für Bezieher ab etwa 177.000 Euro Jahresgehalt wird der Kündigungsschutz gegen Abfindung aufgelockert (Inkrafttreten 1. Januar 2027). Telefonische Krankschreibungen werden abgeschafft und ärztliche Atteste bereits ab dem ersten Krankheitstag verlangt. Weitere Neuerungen ab 1. Januar 2027 umfassen gelockerte Sonntagsarbeit für Bäckereien und Konditoreien (bundesweit längere Öffnungszeiten, Bayern bleibt ausgenommen) sowie einen steigenden Pauschalsteuersatz für Minijobs von zwei auf fünf Prozent. Umstritten bleibt die Flexibilisierung der täglichen Arbeitszeit – ein zweiter Reformteil zum Arbeitszeitgesetz (derzeit tägliche Acht-Stunden-Grenze) wird für den Herbst erwartet, wo auch die rentenpolitische Entscheidung über Minijobs fallen soll.

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Über Nacht zusammengestellt von MorningMail.aiZugestellt um 19:50