KI-News für Product Owner: täglich per E-Mail — ohne Doomscrolling
Veröffentlicht am 3. Juli 2026
Es ist 8 Uhr, in einer Stunde ist Daily, und in Slack fragt jemand: „Hast du das neue OpenAI-Pricing gesehen?“ Hast du nicht — du hast Features geshippt.
Gute Nachricht — du bist hier richtig! In etwa zwei Minuten steht dein tägliches KI-Briefing, und die erste Ausgabe ist gratis.
In diesem Guide zeige ich dir, wie du als Product Owner täglich KI-News bekommst — mit MorningMail, einem Tool, das ich gebaut habe. Es schreibt dir jeden Morgen eine persönliche E-Mail. Keine Linkliste: ein echtes Briefing, frisch aus einem Prompt geschrieben, den du selbst in der Hand hast.
Also, los geht's — es ist wirklich einfach! 😊
Was du baust

Das Problem mit KI-Newslettern: Sie sind für alle geschrieben — also für niemanden. Du baust ein bestimmtes Produkt, auf einem bestimmten Stack, für einen bestimmten Markt. Der Digest in deinem Postfach weiß davon nichts.
MorningMail dreht das um. Du schreibst eine kurze Anweisung, als würdest du eine Research-Assistenz briefen — und jeden Morgen durchsucht ein KI-Agent das Web neu und schreibt die E-Mail selbst: Implikationen ausformuliert, Originalquellen verlinkt. Anders als Google Alerts leitet er nicht einfach Keyword-Treffer weiter. Er liest erst — und schreibt dann.
Und dein Kontext steckt dauerhaft im Prompt. Schreib einmal rein, dass du auf LLM-APIs für EU-Kund:innen baust — und jede Ausgabe wird genau darauf zugeschnitten. Ein generischer Newsletter kann nicht wissen, dass eine Gemini-Preissenkung für dich wichtiger ist als eine Robotik-Demo. Dein Prompt weiß es.
Schritt für Schritt: von null zur ersten Ausgabe
Die komplette Einrichtung dauert etwa zwei Minuten. Und jeder Screenshot unten stammt direkt aus dem echten Produkt — nichts ist nachgebaut.
Schritt 1 morningmail.ai öffnen
Geh auf morningmail.ai. Du siehst eine Beispielausgabe und den Compose-Button — das ist dein Einstieg. Nichts zu installieren; alles läuft im Browser.

Schritt 2 Kostenloses Konto anlegen
Melde dich mit deinem Google-Konto an. Jedes neue Konto enthält eine kostenlose erste Ausgabe — du schickst dir also eine echte E-Mail, bevor du einen Cent bezahlst.

Schritt 3 Dein erstes Template erstellen
Ein Template ist der Bauplan deiner E-Mail: Name, Zustellzeit, Empfänger:innen und deine Abschnitte. Klick auf „Neues Template“ — der Builder öffnet sich mit einer Live-Vorschau direkt neben dem Editor. Alles speichert automatisch; es gibt keinen Speichern-Button, den du vergessen könntest.

Schritt 4 Einen News-Abschnitt hinzufügen
Klick auf „Abschnitt hinzufügen +“ und wähle „News-Thema“. Du siehst sechs Starter — echte, editierbare Prompts für eine Stadt, einen Sportverein, ein Unternehmen, ein Tech-Thema, ein Berufsfeld und ein persönliches Interesse. Wähle einen aus, und du bist dreißig Sekunden von einem funktionierenden Briefing entfernt.

Schritt 5 Mach es zu deinem: KI-Produktmanagement
Der ganze Trick: Klick auf „Abschnitt hinzufügen“, wähle den Starter „Berufsbriefing“ und tippe KI-Produktmanagement in das hervorgehobene Feld. Schau auf die Karte, während du tippst — der Prompt schreibt sich live um deine Eingabe herum, du siehst also genau, welchen Auftrag der Agent jeden Morgen bekommt. Keine versteckte Magie.
Der Starter ist bewusst meinungsstark: die drei wichtigsten Stories, geschrieben für jemanden, der schon in der Branche arbeitet — Regulierung, M&A und neue Player haben Vorrang, und jede Aussage kommt mit Quelle. Ich würde ihn trotzdem mit einem Satz zu deinem Produkt schärfen, zum Beispiel: „Mein Produkt ist ein B2B-SaaS auf AWS; markiere alles, was Kosten, Latenz oder EU-Compliance verändert.“ Dieser eine Satz bringt mehr als jeder Filter.
Der exakte Prompt, mit dem dein Abschnitt startetDie drei wichtigsten Stories, die KI-Produktmanagement heute prägen, geschrieben für jemanden, der bereits in der Branche arbeitet: Regulierung, M&A, neue Marktteilnehmer, wichtige Filings und Präzedenzfälle. Fachpublikation (z.B. Fachpresse, Behördenquelle, Gerichtsakten) direkt zitieren, damit ich nachrecherchieren kann.
Schritt 6 Zustellzeit festlegen und Test senden
Fast geschafft! Wähle, wann die E-Mail ankommen soll, und trag deine Adresse als Empfänger ein. Klick auf „Test senden“ — die erste Ausgabe ist gratis — und schau in dein Postfach. Liest sich etwas schief, passe den Prompt an und schick noch einen. Dann stell das Template auf Aktiv. Glückwunsch — du hast gerade dein eigenes Morgen-Briefing gebaut!

Mehr aus deinem Briefing herausholen
- Schreib den Prompt wie eine Stellenbeschreibung, nicht wie eine Suchanfrage
- „KI News“ liefert dir einen Nachrichtenticker. „Berichte, was sich für Teams ändert, die auf LLM-APIs bauen: Releases, Preise, Deprecations“ liefert dir eine Analystin. Sprich mit dem Agenten so, wie du eine kluge Werkstudentin briefen würdest — er hält sich an Anweisungen.
- Produktkontext einmal hinterlegen, jeden Tag profitieren
- Ein Satz fester Kontext — Branche, Stack, Markt — und jede Ausgabe danach liest sich anders. „Wir bauen ein Kundensupport-Produkt auf Anthropic-Modellen für den EU-Mittelstand“ sorgt ab sofort dafür, dass in jeder Ausgabe nur landet, was dich wirklich betrifft. Einmal geschrieben, läuft es einfach mit.
- Frag nach Implikationen, nicht nur nach Schlagzeilen
- Ergänze im Prompt: „Zu jeder Story ein Satz, warum sie für Produktentscheidungen wichtig ist.“ Genau dieser zweite Satz macht aus einem Feed ein Briefing — das ist die Denkarbeit, die du sonst in der Bahn erledigen würdest.
- Mehrere Abschnitte in eine E-Mail packen
- Dein Template kann mehr als ein Thema. Bei mir kommen noch ein Kalender-Abschnitt für die heutigen Termine und ein TLDR-Abschnitt dazu, der oben alles auf drei Bullets eindampft. Eine E-Mail, der ganze Morgen.
- Länge und Ton an deine Lesezeit anpassen
- Jeder Abschnitt hat eigene Einstellungen für Länge und Ton. Wird das Briefing zu lang? Stell den Abschnitt auf kurz und Bullets. Geht die Mail auch ans Team? Neutral liest sich besser als locker.
Gute Quellen für dein Briefing
Der Agent durchsucht jeden Morgen das offene Web und zitiert, wo er gelesen hat. Auf diese Quellen würde ich ihn in deinem Prompt ansetzen:
- Blogs von OpenAI, Anthropic & Google DeepMind — Die Primärquellen für Modell-Releases, API-Änderungen und Preise. Ankündigungen landen hier vor der Presse — dein Briefing verlinkt direkt dorthin.
- Hacker News — Das schnellste Signal dafür, was Praktiker:innen wirklich einsetzen. Ein gutes Briefing zitiert es als Beleg für Traction, nicht für Hot Takes.
- Lenny's Newsletter — Die Referenz dafür, wie Produktteams KI-Features tatsächlich integrieren. Erscheint wöchentlich — dein tägliches Briefing füllt die Lücke dazwischen.
- The Verge — AI-Ressort — Verlässliche Berichterstattung von der Consumer-Seite: Launches, Policy-Konflikte und die Nutzerperspektive, auf die deine Roadmap irgendwann trifft.
- arXiv (cs.AI / cs.CL) — Hier tauchen Capability-Sprünge zuerst auf — Monate, bevor daraus Produkte werden. Nimm die Quelle dazu, wenn dein Produkt nah am Modell-Layer sitzt.
- EU Digital Strategy News — Die offizielle Quelle für AI-Act-Leitlinien und deren Durchsetzung — der regulatorische Input, der später als Compliance-Ticket auf deinem Board landet.
Häufige Fragen
- Was kostet das?
- Deine erste Ausgabe ist komplett gratis — ohne Kreditkarte. Danach läuft der Versand über Credits: Jeder Abschnitt deiner E-Mail kostet je nach KI-Modellstufe ein paar Credits, und Credits verfallen nie. Ein kurzes tägliches Briefing kommt so auf eine Handvoll Credits pro Morgen.
- Was unterscheidet das von Google Alerts?
- Ehrlich — das ist eine andere Kategorie. Google Alerts leitet Links weiter, deren Text zu deinen Keywords passt; Lesen, Deduplizieren und Bewerten bleibt bei dir. Ein MorningMail-Briefing wird dagegen wirklich geschrieben: Der Agent durchsucht jeden Morgen frische Quellen, sortiert das Rauschen aus und verfasst eine kurze E-Mail mit ausformulierten Implikationen und verlinkten Originalquellen. Du liest ein Memo, keine Linkliste.
- Bekomme ich das Briefing auf Deutsch?
- Ja — schreib deinen Prompt einfach auf Deutsch, dann kommt auch das Briefing auf Deutsch. Der Agent schreibt immer in der Sprache deines Prompts. Die Oberfläche selbst gibt es auf Deutsch und Englisch.
- Was, wenn das Briefing eine wichtige Story verpasst?
- Kommt vor — und die Korrektur dauert zehn Sekunden. Der Prompt gehört dir: Schreib eine Zeile dazu, etwa „Nimm API-Preisänderungen immer auf, auch kleine.“ Der Agent liest seine Anweisungen jeden Morgen neu, also greift die Änderung ab der nächsten Ausgabe.
- Kann ich das Briefing mit meinem Team teilen?
- Ja — Templates unterstützen mehrere Empfänger:innen. Dein ganzes Produkt-Trio bekommt also jeden Morgen dieselbe Mail. Und wenn dein Abschnitt richtig gut geworden ist, stell ihn in die öffentliche Community-Galerie, damit andere ihn abonnieren können.
Dein Postfach, deine Redaktion
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Briefing erstellen — gratisIch beantworte gerne Fragen und freue mich über Feedback. Schreib mir jederzeit: marius@morningmail.ai