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Artikel · Freitag, 7. August 2026

Schach · Wissenswertes

Eine Sache, die heute in der Welt von Schach passiert, geschrieben für Liebhaber:innen — nicht für Anfänger:innen. Promi-Klatsch überspringen. Fokus auf Handwerk, Ausrüstung, Ergebnisse, spannende Charaktere oder eine kleine Geschichte, die ich tatsächlich Freund:innen beim Kaffee erzählen würde. Qualität vor Quantität.

Von Marius BongartsSport36 Ausgaben
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Schach · Wissenswertes
Freitag, 7. August 2026
Schach · Wissenswertes

Dortmund läuft heiß, Hübners Vermächtnis lebt

1 Min. Lesezeit

Dortmund: Munkhdalai unter Druck

Der Mongole baut seinen Vorsprung aus.

Nach sechs Runden führt IM Amilal Munkhdalai das A-Open der 53. Dortmunder Schachtage mit 4,5 Punkten an [Quelle: ChessBase]. Der Titelverteidiger Matthias Blübaum bleibt dicht dahinter, während der deutsche IM Luka Schwitkowski im oberen Mittelfeld mitspielt. Runde sieben und acht werden zeigen, ob Munkhdalai mental standhaft bleibt oder ob ein Favorit den Druck nutzt.

Die Entscheidung fällt in den letzten beiden Durchgängen.

Frauenturnier: Buksa hält Kurs

Drei Top-Spielerinnen brennen gleichzeitig.

Natalia Buksa führt das Internationale Frauenturnier mit konstanter Leistung an, während Song Yuxin (Chinas Nationalspielerin) und Dinara Wagner (DSB) mit minimalen Rückständen mithalten [Quelle: ChessBase]. Das Feld ist eng genug, dass noch mehrere Kandidatinnen rechnen können. Die Konsistenz der Anführerin ist jedoch bemerkenswert.

Wer bricht durch die letzte Wand?

Hübner schlägt Kasparov — das Erbe

Ein seltener Sieg lebt in der Geschichte weiter.

Zum 34. Jahrestag der 53. Dortmunder Schachtage erinnert sich die Schach-Community an 1992: Dr. Robert Hübner, Deutschlands stärkster Nachkriegsspieler, besiegte in Runde 6 den amtierenden Weltmeister Garry Kasparov — einen der wenigen deutschen Siege gegen einen WM im Turnierkampf [Quelle: ChessBase]. Hübner zeigte sich in Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel gewachsen. Neben seinem Schach-Wirken war er promovierter Papyrologe und Altphilologe — eine seltene Kombination aus Tiefgang.

Solche Siege prägen ein Turnier für Jahrzehnte.

Quellen
Dortmund 1992: Hübner schlägt Kasparov - ChessBase
Dortmund 1992: Hübner schlägt Kasparov - ChessBase
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de.chessbase.com
KI-Zusammenfassung

Die 53. Dortmunder Schachtage begannen am 1. August 2026. Das Turnier von 1992 war ein Höhepunkt in der Geschichte des Schachfestivals, bei dem Weltmeister Garry Kasparov den Turniersieg sicherte. Die größte Sensation war der Sieg des deutschen Spielers Dr. Robert Hübner gegen Kasparov in Runde 6 – einer der seltenen Siege eines deutschen Spielers gegen einen amtierenden Weltmeister. Hübner zeigte sich Kasparov in Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel gewachsen und erzielte einen verdienten Sieg. Hübner (1948–2025) war der stärkste deutsche Spieler der Nachkriegszeit. Sein Durchbruch an die Weltspitze gelang ihm 1970 beim Interzonenturnier in Palma de Mallorca. Er qualifizierte sich viermal für Kandidatenwettbewerbe und erreichte 1980/81 sogar das Finale gegen Kortschnoi, gab diesen jedoch vorzeitig auf. Im Laufe seiner Karriere spielte er gegen neun Weltmeister und gewann gegen sechs von ihnen mindestens eine Partie. Sein Sieg gegen Kasparov in Dortmund 1992 war sein einziger Sieg gegen einen amtierenden Weltmeister und sein einziger Sieg gegen Kasparov in einer Turnier- oder Wettkampfpartie mit klassischer Bedenkzeit. Neben Schach war Hübner promovierter Papyrologe, Altphilologe und veröffentlichte zahlreiche brillante Aufsätze und Bücher.

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Über Nacht zusammengestellt von MorningMail.aiZugestellt um 22:40